Mit Version 1.43 erweitert das Labor-Managementsystem lims3 die Möglichkeiten zur Grenzwertprüfung und -bewertung umfassend. Die Neuerungen unterstützen Labore dabei, Grenzfälle gezielter zu bewerten, den Prüfstatus von Messwerten transparenter nachzuvollziehen und Ergebnisse fachlich präziser einzuordnen.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Flexiblere Grenzwertprüfung: ptional gilt bereits das Erreichen eines Grenzwerts als Verletzung.
- Mehr Transparenz: Sie erkennen sofort, ob für einen Messwert Grenzwerte vorhanden sind, die noch geprüft werden müssen.
- Vollständigere Bewertung: Spezifikationsgrenzwerte werden auch bei Verletzungen analytischer Grenzen geprüft.
- Konsistente Neubewertung: Neuberechnungen führen immer zu einer erneuten Grenzwertprüfung.
- Erweiterte Auswertungen: Neue Statuswerte ermöglichen detailliertere Analysen und Visualisierungen.
Flexible Bewertung von exakten Grenzfällen
Für allgemeine Grenzwerte sowie Grenzwerte in Regelgrafiken können Sie festlegen, ob ein Messwert, der den definierten Grenzwert exakt erreicht, bereits als Grenzwertverletzung gewertet wird. Diese Einstellung lässt sich individuell pro Grenzwert konfigurieren und ermöglicht eine genauere Abbildung fachlicher Anforderungen – insbesondere in sensiblen Grenzbereichen.
Diese Konfigurationsmöglichkeiten stehen in angepasster Form auch für analytische Grenzen zur Verfügung.
Mehr Transparenz bei ungeprüften Grenzwerten
In allen Bereichen der Messwerterfassung sowie beim Messwertimport über Geräte oder die Benutzeroberfläche werden vorhandene Grenzwerte nun bereits zum Zeitpunkt der Messwerterfassung erkannt und bei Bedarf als „noch nicht geprüft“ gekennzeichnet. Dadurch ist unmittelbar sichtbar, dass für einen Messwert Grenzwerte definiert sind, auch wenn die eigentliche Prüfung noch aussteht – für mehr Nachvollziehbarkeit im Bearbeitungsprozess.
Vollständige, konsistente Bewertung von Messergebnissen
Spezifikationsgrenzwerte werden nun auch dann geprüft, wenn analytische Grenzen verletzt wurden. Dadurch entfällt die manuelle Nachkontrolle, und Messergebnisse können vollständig und konsistent bewertet werden. Zusätzlich kann definiert werden, welcher Wert in die Bewertung einfließt (z. B. Rohmesswert oder Ersatzwert). Dies schafft mehr Flexibilität bei der fachlichen Interpretation.
Neuberechnungen lösen künftig immer eine erneute Grenzwertprüfung aus – unabhängig davon, ob sich Messwerte geändert haben. So wird sichergestellt, dass auch nachträgliche Änderungen an Grenzwerten oder Formeln zuverlässig berücksichtigt werden.
Verbesserte Ansichten und Auswertungen
In den Arbeitslisten „Probenverarbeitung“ und „Probenkommentierung“ wird das Gesamtprüfergebnis der Grenzwerte einer Spezifikation direkt angezeigt. Anwender erkennen damit auf einen Blick, ob Handlungsbedarf besteht.
Für allgemeine Grenzwerte sowie Grenzwerte in Regelgrafiken steht zudem die Funktion „Berichte erstellen“ zur Verfügung. Über das Berichtswesen (beas3) können individuelle Auswertungen zu Grenzwerten erstellt werden.
Eine Referenzliste als Standardbericht zeigt alle Verwendungen eines Grenzwerts auf. So lässt sich beispielsweise vor dem Löschen nachvollziehen, an welchen Stellen ein Grenzwert noch verwendet wird.
Bitte beachten: Einige Neuerungen wirken sich auf bestehende lims3-Konfigurationen und Auswertungen aus. Bitte prüfen Sie insbesondere individuelle Berichte und Visualisierungen nach dem Update. Bei Fragen oder Unterstützungsbedarf steht Ihnen unser Team gerne zur Verfügung.
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