Schrottverfügbarkeit für das Recycling

Ein Gastkommentar von Jörg Schäfer, Leiter Recycling & Nachhaltigkeit beim Aluminium Deutschland e.V.


Die ausreichende Versorgung mit Schrotten ist ein zentraler Faktor für Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit der europäischen Metallindustrie. Gerade für Aluminium gilt: Recycling spart bis zu 95 Prozent der Energie gegenüber der Primärproduktion und reduziert CO₂-Emissionen erheblich.

Im Mittelpunkt steht dabei die Schrottverfügbarkeit. Jährlich werden rund 1,2 Mio. Tonnen aus der EU exportiert, etwa drei Viertel davon nach Asien, wo die Nachfrage weiter wächst. Gleichzeitig entstehen im Nahen Osten neue Recyclingkapazitäten, die den globalen Wettbewerb um Schrotte zusätzlich verschärfen.

Aufgrund niedrigerer Umwelt-, Energie- und Verarbeitungskosten können im Ausland häufig höhere Preise erzielt werden. Zwar steigen die verfügbaren End-of-Life-Mengen, jedoch nicht im gleichen Maße wie die Nachfrage.

Demgegenüber sind die Kapazitäten der europäischen Aluminiumrecycler bereits heute nicht voll ausgelastet. Politische Instrumente wie Exportzölle oder -quoten können dazu beitragen, den Abfluss von Schrotten zu begrenzen und die Kreislaufführung innerhalb Europas zu stärken. Ziel muss es sein, Aluminiumschrotte im europäischen Wirtschaftskreislauf zu halten und so die Resilienz der Industrie und die Rohstoffverfügbarkeit zu erhöhen.

Technologisch ist die Aluminium-Recyclingindustrie gut aufgestellt: Für unterschiedlichste Schrottqualitäten, von organisch behafteten Materialien bis hin zu Krätzen und feinen Fraktionen, stehen leistungsfähige Aufbereitungs-, Recyclingverfahren und Ofentechnologien zur Verfügung. Eine stabile und ausreichende Schrottverfügbarkeit bleibt der Schlüssel, um den bereits hohen Recyclingstandard weiterzuentwickeln und die notwendige Investitionssicherheit zu gewährleisten.

 

Die Rolle der Metalogie GmbH

Seit vielen Jahren entwickeln wir Softwarelösungen für die Metall‑, Baustoff‑ und Recyclingindustrie, mit denen analytische, qualitätssichernde und organisatorische Prozesse entlang der Wertschöpfungskette digital unterstützt und transparent abgebildet werden. Gerade im Aluminiumrecycling – geprägt von stark schwankenden Schrottqualitäten, komplexen Stoffströmen und hohen Anforderungen an Nachvollziehbarkeit und Qualität – sind belastbare Daten und standardisierte Workflows entscheidend. Unsere Lösungen für Probenahme, Labor‑ und Qualitätsmanagement schaffen die Grundlage, um Schrotte präzise zu bewerten, Prozesse sicher zu steuern und Entscheidungen auf Basis der Erkenntnisse zu treffen.

Damit leisten wir einen konkreten Beitrag, vorhandene Recyclingkapazitäten besser auszulasten, Materialverluste zu minimieren und die Effizienz zu erhöhen.


Ihr Ansprechpartner

Tristan Niewisch

Chief Executive Officer (CEO) | Managing Director
Tristan Niewisch

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
LinkedIn

Zum Seitenanfang springen